Wie zwei Räder dein Herz-Kreislauf-System stärken
Radfahren ist das ideale Herz-Kreislauf-Training. Mara Kane berichtet, wie Thomas und sie den Sattel neu entdeckten und dabei Pfunde sowie Stress verloren.
„Du willst ernsthaft wieder Fahrrad fahren?“, fragte Thomas ungläubig, als ich den verstaubten Drahtesel aus dem Keller holte. Er hatte sein letztes Rad mit achtzehn verkauft, in der festen Überzeugung, dass Autos der einzige vernünftige Weg der Fortbewegung seien. Doch die medizinische Notwendigkeit und unsere Entdeckungsreise zeigten uns schnell, dass Radfahren ein hervorragendes Herz-Kreislauf-Training ist, welches das Risiko für entsprechende Erkrankungen massiv mindern kann.
Ein gelenkschonendes Ganzkörper-Workout
Besonders für unsere Gelenke, die unter den Karibik-Pfunden gelitten hatten, war der Umstieg ideal, da beim Radfahren das Körpergewicht fast vollständig vom Sattel getragen wird und die Bewegung somit extrem gelenkschonend ist. Entgegen Thomas‘ Erwartung trainierten wir dabei nicht nur die Beine, sondern stärkten den gesamten Körper, inklusive Rumpf und Oberkörper. Zudem erwies sich das Radeln als hocheffizienter Kalorienfresser: Je nach Intensität verbrannten wir zwischen 300 und 600 Kalorien pro Stunde, was unsere Gewichtsreduktion deutlich beschleunigte.
Vom Folterinstrument zur meditativen Auszeit
Der Anfang war jedoch schmerzhaft, da uns der harte Sattel an mittelalterliche Foltermethoden erinnerte. Erst durch ergonomische Sättel und gepolsterte Radlerhosen verwandelte sich die Qual in echtes Vergnügen. Wir lernten die aktive Auszeit im Alltag zu schätzen; besonders der Weg zur Arbeit wurde zu einer Art bewegter Meditation, die den Kopf frei machte und den Alltagsstress reduzierte.
Freiheit auf zwei Rädern
Heute ist das Fahrrad für uns ein Symbol für Freiheit und ein unersetzlicher Baustein unserer Stoffwechselgesundheit geworden. Ob wir nun als gemütliche „Eisdielen-Radler“ unterwegs sind oder längere Touren im Flow genießen – die gleichmäßige Bewegung an der frischen Luft hat uns gezeigt, dass man keinen Lycra-Anzug braucht, um sein Herz-Kreislauf-System nachhaltig zu stärken.
