Eisen, Zink und Selen: Mikronährstoffe für ein starkes Immunsystem
Mara Kane verrät, wie Eisen, Zink und Selen dein Immunsystem stärken. Erfahre, was Mikronährstoffe alles können und wie du Nährstoffmängel vermeidest.
Nachdem Thomas sich auf Usedom vom Stubenhocker zum Outdoor-Fan gewandelt hatte, neigte er dazu, sich als seinen eigenen „Chefarzt“ zu betrachten. Doch so wertvoll unsere tägliche Selbstbeobachtung auch ist, haben wir gelernt, dass echte Vitalität auf einer soliden biochemischen Basis steht. Unsere Reise hat uns gezeigt, dass das Immunsystem – unser Schutzschild gegen Krankheitserreger – nur dann optimal funktioniert, wenn es mit den richtigen Mikronährstoffen versorgt wird.
Eisen: Der Treibstoff für Energie und Abwehr
Früher hielten wir die bleierne Müdigkeit nach langen Tagen für eine normale Alterserscheinung. Doch ein Blick in unser Gesundheitstagebuch und ein anschließender Bluttest bei Dr. Meyer zeigten: Eisenmangel war der heimliche Saboteur unserer Vitalität.
- Symptome: Ein Mangel führt oft zu Lethargie und ständiger Erschöpfung.
- Der Profi-Trick: Wir kombinieren eisenhaltige Lebensmittel nun immer mit Vitamin C (z. B. Paprika oder Sanddorn), um die Aufnahme im Körper deutlich zu verbessern.
- Vorsicht: Tannine in Kaffee oder Tee können die Aufnahme hingegen hemmen.
Zink: Der Allrounder für die Immunzellen
Zink ist ein wahres Multitalent, das an über 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt ist. Für unser Immunsystem ist es unverzichtbar, da es die Aktivität der T-Zellen und anderer Abwehrzellen maßgeblich beeinflusst.
- Pflanzliche Quellen: Wir setzen in unserer Küche verstärkt auf Kürbiskerne, Linsen, Kichererbsen und Haferflocken.
- Bioverfügbarkeit: Um das Zink für den Körper besser verfügbar zu machen, nutzen wir traditionelle Methoden wie das Einweichen, Keimen oder Fermentieren von Hülsenfrüchten und Getreide.
Selen: Die Kraft aus der Nuss
Ein niedriger Selenspiegel wurde bei mir mit der Aktivität meiner rheumatoiden Arthritis in Verbindung gebracht. Selen schützt die Zellen vor oxidativem Stress und unterstützt die Immunantwort.
- Die Paranuss-Regel: Thomas liebt diesen Hack: Schon ein bis zwei Paranüsse täglich können den gesamten Tagesbedarf an Selen decken.
- Bodenqualität: Da der Selengehalt in Pflanzen stark von der Beschaffenheit des Bodens abhängt, sind verlässliche Quellen wie Nüsse oder Meeresfrüchte besonders wichtig.
„Test, don’t guess“: Wissen statt Raten
Eines der wichtigsten Prinzipien in unserem „Expertenteam“ aus Ärzten und Therapeuten ist das Motto „Testen statt Raten“. Bevor wir zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, lassen wir unseren Nährstoffstatus professionell durch Bluttests prüfen. Nur so können wir sicherstellen, dass wir weder Defizite haben noch eine riskante Überversorgung riskieren.
Diese kleinen „Helfer im Hintergrund“ arbeiten unermüdlich daran, unser System am Laufen zu halten. Gemeinsam mit einer entzündungshemmenden Ernährung und viel frischer Luft bilden sie das Fundament, auf dem wir heute unser aktives Leben genießen können.
